Die Vorzüge von Salaten und worauf ihr achten sollt

Salat hat bei Kindern oft einen genauso schlechten Stand wie Gemüse: Kein Wunder, beides ist zumeist grün und hält geschmacklich nicht mit Pizza oder Pommes mit. Da muss man als Elternteil oft viel Überzeugungsarbeit leisten, um das Kind vom Verzehr des gesunden Allrounders zu überzeugen. In diesem Artikel möchten wir euch nochmal mit zusätzlichem Wissen und Tipps versorgen, damit euer nächster Salat eure Kinder so überzeugt, dass Pizza und Pommes vergessen sind.

Doch woraus besteht überhaupt Salat? Salat besteht zu ca. 90 bis 95 % aus Wasser, doch das ist erst der Anfang: Neben dem hohen Wassergehalt weist Salat hohe Anteile von Betacarotin und die Vitamine A, B1, B2, B6, Folat und Vitamin C auf. Dazu kommen noch verschiedene Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium sowie Ballaststoffe. Während der milde Eissalat als eher nährstoffarm gilt, so ist neben den gerade genannten Inhaltsstoffen bei Endivie und Feldsalat auch der Eisengehalt besonders hervorzuheben. Die besonders nährstoffreichen Salate sind jene der Zichorien-Gruppe, wie Chicorée, Endivie oder Radicchio. Diese beinhaltenen Bitterstoffe, welche als appetitanregend und stoffwechselfördernd gelten. Um die Vorteile der Bitterstoffe beizubehalten und den Nachteil, nämlich den Geschmack, zu beseitigen, können Apfel- und Zitronensäure genutzt werden, da diese dem Salat eine erfrischende Note verleihen.

Darauf solltet ihr achten

Damit ihr im Supermarkt die richtige Entscheidung trefft und einen leckeren Salat machen könnt, achtet am besten auf folgende Dinge:

  • Der erste Eindruck ist wichtig: Wie riecht der Salat? Hat er unversehrte Blätter und sieht frisch und knackig aus? Wenn ja, dann könnt ihr zugreifen. Sollte der Geruch bereits etwas muffig sein, dann nehmt lieber Abstand und seht von einem Kauf ab.
  • Liegt der Salat neben Früchten? Diese verbreiten nämlich das Reifegas Ethylen und sorgen z.B. bei Eissalat für Vergilbungen und braune Flecken oder bei Kopfsalat zu rötlichen Flecken und Welke. Das bedeutet unterm Strich, dass die Salate schneller verderben.
  • Denkt daran, dass bei der Endivie braune Blattspitzen unbedeutend sind, da diese nicht verwendet werden. Herzfäule, auf der anderen Seite, verschlechtert die Verwertungsfähigkeit. Ferner werden krause Endivien oft aufgebogen, um das gelbe Herz zu präsentieren. Dabei kann es jedoch passieren, dass Blattrippen brechen, wodurch die Bruchstellen schnell bräunen und der Salat schneller verdirbt.

Teller mit buntem Salat

Zubereitungstipps und Kombinationsmöglichkeiten für bittere Salatsorten

Bei Salaten mit einem hohen Anteil an Bitterstoffen gilt: gründliches Waschen ja, wässern nein! Ihr könnt aber den Bittergeschmack etwas mindern, indem ihr sowohl Blattrippen als auch den Strunk entfernt. Auch die richtige Salatsoße kann helfen, den Geschmack positiv zu beeinflussen. Hier zwei Vorschläge für euch:

  • Mischt einfach etwas Öl und Essig beisammen um den Bittergeschmack zu mindern. Dazu könnt ihr beispielsweise Oliven- oder Walnussöl und Balsamico- oder Rotweinessig verwenden.
  • Auch eine Soße, die aus Milchprodukten wie Joghurt besteht, ist äußerst geeignet und bereichert euren Salat.
Um einen gemischten Salat zu erstellen, greift am besten zu vielen verschiedenen Sorten: So könnt ihr nährstoffreiche Sorten wie Feldsalat oder Radicchio mit nährstoffarmen Sorten wie Eis- oder Kopfsalat mischen. Das sorgt nicht nur für ein ausgeglichenes Geschmackserlebnis, sondern auch für einen optisch bunt gemischten Salat, denn das Auge isst ja für gewöhnlich mit. Im Winter ist euch zu empfehlen, dass ihr zu den klassischen Wintersorten greift: Diese sind Feldsalat, Endivie, Chicorée oder Radicchio. Achtet darauf, dass ihr auf die Saison achtet, denn wer außerhalb der Saison kauft, der kauft höchstwahrscheinlich Produkte aus dem Gewächshaus, die oft höhere Nitratwerte aufweisen. Unabhängig davon sind natürlich Bio Produkte auch sehr zu empfehlen, da diese weniger Nitrat und Pflanzenschutzmittelwerte aufweisen. Wir wünschen euch einen guten Appetit!