„Die Kochtöpfe sind ja vieeeeeeel größer als zu Hause – mindestens doppelt so groß!“

Mia, 3 Jahre, Lion, 6 Jahre, und Annika, 8 Jahre, machten ihrem Namen „Qualitätsdetektive“ alle Ehre und nahmen im Juli die Küche 3 in Rheine unter der Lupe. Bevor es jedoch losgehen konnte, mussten die drei und ihre Eltern erst einmal eingekleidet werden. „Die Hygiene in unserer Küche ist das A und O“, erklärt Hans-Helge Ruck, Schichtleiter und Ausbilder der Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. „Deshalb darf die Küche nur mit ganz bestimmter Kleidung betreten werden. Auch die Farbe der Haarnetze hat eine Bedeutung – alle Besucher, so wie ihr auch, müssen eine grüne Haube tragen, damit direkt klar ist, dass sie keine Mitarbeiter der Küche sind.“ Die beiden Azubis aus dem zweiten Ausbildungsjahr Nils Scheffer und Fabian Plegt standen den Qualitätsdetektiven Rede und Antwort. Los ging es in der Vorzone – hier werden alle Zutaten für die apetito Gerichte gelagert, die heute und in den nächsten Tagen gekocht werden. „Unsere Kühlschränke und unsere Vorratsräume sind allerdings ein bisschen größer als bei Euch zu Hause“, erklärt Nils Scheffer. Mit großen Augen und mit Blick in nahezu jede Molle und in jeden VA-Wagen ging es für Mia, Lion und Annika an Mamas Hand oder auf Papas Arm weiter in das Herz der Küche 3: Zu den großen Kochtöpfen. Die drei hatten Glück – ein großer Kessel, in dem zum Beispiel Rotkohl oder Stampfkartoffeln gekocht werden – war gerade leer und sie konnten mal ganz nah dran gehen. „Die Kochtöpfe sind ja vieeeeeeel größer als zu Hause – mindestens doppelt so groß“, stellte Annika fest. Auch blickten die Qualitätsdetektive Koch Volker Poll über die Schulter, als er die fertig gekochte Tomatensoße, in einen VA-Wagen umfüllte. „Das funktioniert natürlich alles automatisch, eine Suppenkelle brauche ich dazu nicht“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Noch spannender wurde es anschließend an der sogenannten Suppenlinie. Jetzt waren Mia, Lion und Annika gefragt, denn sie sollten je 200 g Reis in einer Schale abwiegen. Ausgestattet mit blauen Handschuhen, konzentriert und mit Feingefühl waren die drei bei der Sache. „Genau wie ihr es jetzt macht, wiegen unsere Kolleginnen an den Linien zum Beispiel Nudeln, Gemüse oder auch Fleisch mit der Hand ab“, erklärt Fabian Plegt. Bevor es in den großen Tiefkühlschrank geht, werden die Schalen noch automatisch versiegelt und mit einem Etikett versehen. Als kleine Überraschung gab es ein extra Qualitätsdetektive Etikett und die drei durften ihren Reis mit nach Hause nehmen. „Übrigens laufen alle Schalen noch mal über eine Waage, die automatisch erkennt, wenn zu wenig oder viel zu viel drin ist. Wenn das der Fall ist, wird das Menü aussortiert“, erklärt Azubi Nils Scheffer abschließend. „Es gibt aber noch viel, viel mehr Kontrollen. So kontrollieren wir beispielsweise bei jedem Gericht den Salzgehalt und Geschmack.“ Bei einem Eis im Freigabetest ließen die drei den Nachmittag noch mal Revue passieren. Die dreijährige Mia fand es toll, dass sie sehen konnte, wo Koch Papa Alexander eigentlich arbeitet. „Mir hat das Reis abwiegen ganz viel Spaß gemacht“, erklärt Lion. Ausgestattet mit einem Qualitätsdetektive-Ausweis und der Erkenntnis, dass ganz schön viel dazu gehört, ein leckeres apetito Gericht zu kochen, gingen die drei dann nach Hause.