Am Sonntag geht’s wieder auf Ostereiersuche

Da Weihnachten schon wieder viel zu lange her ist, freuen sich eure Kinder bestimmt schon sehr auf den Osterhasen, der am Sonntag wieder Eier, leckere Süßigkeiten und das eine oder andere kleine Geschenk versteckt. Doch woher kommt die Tradition mit dem Osterhasen und den bunten Eiern eigentlich? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und geben euch auch Tipps, wie ihr eure Ostereier gut färben und welche Naschereien ihr mit euren Kindern backen könnt.

Die Tradition von Ostern – der Hase und das Osterei

Hase mit bunten Ostereiern

Für diese Fragen gibt es mehrere Erklärungsansätze. Einer davon ist, dass an Ostern viele Leckereien gebacken werden, u.a. auch ein Osterbrot, das traditionell die Form von kleinen Lämmern hat. Eine alte Legende besagt jedoch, dass ein Osterbrot im Ofen missglückt ist und nach dem Backen eher wie ein Hase aussah. Eine weitere Erklärung stammt aus dem Mittelalter, in der am Gründonnerstag Schulden für Grund und Boden fällig waren. Da die Bauern oft sehr arm waren, wurden die Schulden häufig in Form von Eiern und Hasen beglichen. Die Tradition um den Osterhasen kann auch mit einem Blick auf die Sterne erklärt werden. Das Osterfest findet traditionell zum ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang statt. Und ganz zufällig gilt der Osterhase auch als Mondtier. Mit viel Phantasie soll man in diesem Zeitraum einen liegenden Hasen im Mond erkennen. Schau doch einfach mal nach, ob auch ihr im Mond was erkennen könnt.

Außerdem ist an Ostern auch Frühlingszeit. Der Hase ist dabei das erste Tier, das im Frühjahr seine Jungen bekommt und sogar mehrmals im Jahr Nachwuchs zur Welt bringt. Daher gilt der Hase als Symbol für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Da auch an Ostern die Wiedergeburt Jesu gefeiert wird, verwendet die Kirche den Hasen als Sinnbild. Der Zusammenhang zum Ei besteht darin, dass auch Eier als Zeichen für Fruchtbarkeit und Lebensfülle angesehen werden, da das Küken aus dem Ei schlüpft und dadurch an die Auferstehung Jesu erinnert.

Im Gegensatz zum Osterhasen weiß man heute ziemlich genau, warum Eier an Ostern bunt angemalt werden. So wurde im Mittelalter streng vom Aschermittwoch bis Karfreitag gefastet. Dies bedeutet neben Verzicht auf Fleisch auch kein Verzehr von Eiern. Da die Hühner natürlich trotzdem weiter Eier legten, wurden die Eier der Karwoche gekocht, um sie länger haltbar zu machen. Um die alten Eier von den frischen zu unterscheiden, wurden diese rot eingefärbt. Die „Karfreitag-Eier“ galten als besonders heilig und werden daher am Ostersonntag erst geweiht und dann verzehrt. Warum ausgerechnet der Osterhase die Eier bringt, ist nicht ganz sicher. Es heißt, dass er nach dem Winter oft in die Gärten der Menschen hoppelt, da es im Wald kein Futter gibt. Also genau der richtige ‚Sündenbock‘ für euch Eltern, um aus dem Ostereier-Suchen ein lustiges Spiel zu machen und um den Verdacht von sich zu lenken.
Doch woher die Tradition mit dem Hasen nun wirklich kommt, ist bis heute unklar. Es gibt jede Menge Gerüchte und Theorien. Doch ist es nicht gerade das, was Ostern ausmacht? Leuchtende Augen eurer Kids, wenn sie im Garten plötzlich ein buntes Osterei finden? Nach Psychologen ist es unbedenklich, euren Kleinen zu vermitteln, der Osterhase würde Eier und Süßigkeiten bringen, da das die Fantasie anregt.

Ostereier einfärben

Die bunten Eier dürfen an Ostern natürlich nicht fehlen. Daher solltet ihr die möglichst frischen, unversehrten rohen Eier zunächst mit lauwarmen Wasser und Spülmittel abspülen und trocknen. Zum Löcher machen piekst ihr vorsichtig mit einer Nadel oder Eierstechern hinein, und vergrößert es mit einem Zahnstocher. Kleiner Tipp: wenn ihr das Eigelb und das Eiweiß vorsichtig vermischt, ist es später leichter auszupusten. Jedoch solltet ihr auf keinen Fall das rohe Ei mit dem Mund auspusten, sondern benutzt dazu einen dünnen Strohhalm. Nach dem Pusten spült ihr die Schale so oft mit Wasser aus, bis keine Eierreste mehr zum Vorschein kommen. Die Eierrohmasse verwendet ihr am besten sofort und könnt daraus beispielsweise ein Osterlamm backen. Nun könnt ihr die Eier bunt anmalen. Dafür benutzt ihr am besten Lebensmittelfarbe oder natürliche Farbstoffe. Damit die bunten Eier schön glänzen, könnt ihr sie zum Schluss mit Speiseöl einreiben. Natürlich funktioniert das Eierfärben auch mit gekochten Eiern.

Schale mit bunten Ostereiern

Osterhasen-Plätzchen (40 Stk.)

•      125 Gramm Butter
•      90 Gramm Zucker
•      1 mittelgroßes Ei
•      250 Gramm Mehl
•      1/4 Teelöffel abgeriebene Zitronenschale
•      1 mittelgroßes Eigelb
•      Rosinen (Als Augen)

Stellt aus Butter, Zucker, Eier, Mehl und Zitronenschalen einen Mürbeteig her. Den Teig anschließend 1 Stunde kühl stellen und den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze aufheizen. Aus dem Teig Osterhasen ausstechen und mit verquirlten Eigelb bepinseln. Nach Belieben könnt ihr Rosinen o.a. als Augen benutzen. Die Plätzchen kommen dann je nach Dicke ca. 10-12 Minuten in den Ofen. Fertig!

Osterlamm

  •     2 Eier

  •      125g weiche Butter

  •     110g Puderzucker

  •     1 Pk. Vanillezucker

  •     1 Prise Salz

  •     100g Mehl

  •     ½ TL Backpulver

  •     60g gemahlene Mandeln

Für den Rührteig werden die Eier getrennt und das Eiweiß mit der Hälfte des Puderzuckers zu steifem Schnee geschlagen. Das Eigelb wird anschließend mit dem restlichen Zucker, Vanillezucker, Butter und Salz schaumig gerührt. Mehl, Backpulver und Mandeln vermischen und vorsichtig unterheben. Den Teig in die eingefettete Lamm-Form geben und bei 180° C Ober- und Unterhitze 30-45 Minuten backen. Guten Appetit!