Milch als wertvoller Calciumlieferant für Kinder

Die Geschichte der Milch reicht viele tausend Jahre zurück. Noch heute sind Milch und Milchprodukte bei uns Menschen sehr beliebt und zählen zu den wichtigsten Lebensmitteln. Viele von uns schätzen den erfrischenden Geschmack sowie die große Vielfalt. Diese Produkte werden aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe von Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Allerdings gibt es auch eine Vielzahl von Menschen, die „klassische“ Kuhmilch nicht vertragen.

Wissenswertes rund um die Milch

Wusstet ihr, dass Milch nicht zu den Getränken zählt? Dies liegt daran, dass Milch trotz des hohen Wassergehaltes von 87 % einen relativ hohen Energiegehalt aufweist. Dieser ist sowohl auf das Milchfett als auch auf den Milchzucker zurückzuführen. Beispielsweise hat Vollmilch 160 kcal und fettarme Milch 120 kcal pro Glas. Aufgrund dieser Tatsache solltet ihr euren Kindern Milch auch nicht als Durstlöscher anbieten. Andererseits sind Milch und -produkte die wichtigsten Calciumquellen für unseren Körper. Besonders Kinder und Jugendliche benötigen für ihren Knochenaufbau ausreichend viel Calcium. Da uns unser stabile Knochenaufbau bis an unser Lebensende trägt, müssen wir bereits von klein auf die Zufuhr Acht geben.  Als Referenzwerte für die Calciumzufuhr gibt die DGE für 1- bis 4-jährige Kinder 600 mg/Tag an und für 4- bis 7-jährige 750 mg/Tag.

Junge mit Daumen hoch vor Kuh

Welche verschiedenen Milcharten gibt es?

Auf der einen Seite unterscheiden sich Milchsorten aufgrund ihres Fettgehaltes. Der Fettgehalt ist sowohl für den Energiegehalt als auch für den Geschmack verantwortlich. Man unterscheidet hierbei: Vollmilch mit mindestens 3,5 % Fett, fettarme Milch mit 1,5 % sowie Magermilch, die maximal 0,5 % Fett enthält. 

Auf der anderen Seite kann die Milch aufgrund ihrer Herstellung bzw. Erzeugung unterscheiden werden. Frischmilch muss gekühlt gelagert werden wohingegen H-Milch monatelang im ungeöffneten Zustand ungekühlt aufbewahrt werden kann. Dies beruht auf den unterschiedlichen Wärmebehandlungen der Milch.
Darüber hinaus gibt es z. B. Biomilch bei der nach den EG-Öko-Verordnungen bestimmte Anforderungen an die Haltung und das Futter der Milchkühe eingehalten werden müssen. Laktosefreie Milch ist für Menschen geeignet, die Laktose nicht vertragen. Hierbei wird im Rahmen der Herstellung der Milchzucker, also die Laktose, in die Bestandteile Glukose und Galaktose aufgespalten. Dadurch kann die Milch Beschwerdefrei genossen werden.

Milch schmeckt lecker

Empfohlene Verzehrmengen von Milchprodukten

Als Faustregel gilt generell eine Zufuhr von 3 bis 4 Portionen pro Tag. Dabei sollten sich die Portionen aus verschiedenen Lebensmitteln wie z. B. Milch, Käse und Sauerrahmerzeugnissen zusammensetzen. Als eine Portion zählt beispielsweise: ein Glas Milch (à 250 ml), ein Becher Joghurt (à 150 ml) oder eine Scheibe Käse (à 30 g). Diese Mengen solltet ihr gezielt in euren täglichen Speiseplan einbauen. Als Hauptmahlzeit könnt ihr zum Beispiel zum Frühstück Müsli mit Joghurt und Obst essen. Als Zwischenmahlzeit eignet sich z. B. ein Glas Buttermilch oder ein Früchtejoghurt.
Des Weiteren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dass wir idealerweise zu fettarmen Produkten greifen, da viele Deutsche insgesamt zu fett essen. Für alldiejenigen, die pure Milch nicht gerne mögen, besteht dennoch die Möglichkeit ihren Calciumhaushalt aufzutanken. Dazu wird die Milch „versteckt“ mit Puddings, Milchshakes oder in Suppen und Soßen zu sich genommen.

Das Europäische Schulmilchprogramm – nicht nur für Schulen

Das sogenannte Schulmilchprogramm wird durch Gelder aus dem europäischen Schulmilchprogramm gefördert. Ziel des Programms ist es, dass jedes Kind täglich einen viertel Liter Schulmilch trinken kann. Dieses Programm wird nicht nur an Schulen angeboten, wie der Name auf den ersten Blick vermuten lässt, sondern bereits schon in Kitas. Dadurch können eure Kinder Milch, Milchmischgetränke oder Joghurt zu vergünstigten Preisen erwerben. Dadurch erhalten eure Kleinen wichtige Energie für den Alltag und leisten einen Beitrag für ihren Knochenaufbau.

Vielleicht bieten einige von euch bereits die sogenannte Schulmilch in ihren Einrichtungen an. Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Artikel die Bedeutung des wichtigsten Calciumspenders Milch verdeutlichen konnten. Lasst euch eure Milch schmecken.