Gesunde Ernährung von klein auf

Eine schmackhafte und ausgewogene Ernährung ist die beste Grundlage für ein gesundes Wachstum sowie für die geistige Entwicklung eurer Kinder. Die Ernährungsgewohnheiten und das Bewegungsverhalten werden bereits in der Kindheit geprägt. Ebenso werden die Grundlagen für den Umgang mit Hunger und Sättigung sowie Gewohnheiten beim Ess- und Trinkverhalten gelegt. Daher ist es wichtig, die Kleinen früh für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu begeistern. Hierbei solltet ihr den Genuss und die Freude am Essen genauso beachten, wie die bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen.

Das erste Lebensjahr und Übergang zur Familienkost

Säuglinge im ersten Lebensjahr werden von der reinen Milchernährung über die B(r)eikost bis zum Übergang zur Familienkost Schritt für Schritt an das Familienessen herangeführt. Jedes Kind ist anders und so sind Kinder auch sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung: zum Ende des ersten Lebensjahres können beispielsweise die einen schon sehr früh eigenständig abbeißen und kauen, andere können dies erst später. Zudem sind die Entwicklungsfortschritte in diesem Alter sehr groß! Daher ist es wichtig, den individuellen Entwicklungsstatus eurer Kinder zu beachten, z.B. wie gut können sie schon kauen, wie neugierig sind sie und möchten sie schon früh das Gleiche essen wie die Eltern oder die älteren Geschwister. Mag die Mama keinen Bananen liegt es nahe, dass auch das Kind keine Bananen essen wird. Darum ist es auch wichtig, die Kinder schon früh mit ins Familienessen mit einzubinden und gemeinsam an einem Tisch zu essen. Eine ausgewogene Mischkost innerhalb des allgemeinen Familienessens wird für die Kleinen ab Beginn des zweiten Lebensjahres empfohlen. Bei der Lebensmittelauswahl sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten.

Übergang von der Muttermilch über B(r)eikost hin zum Familienessen
Übergang von der Muttermilch über B(r)eikost hin zum Familienessen

Schwer verdauliche oder blähende Speisen schrittweise einführen

Der gesamte Verdauungsapparat hat sich bis zum Anfang des zweiten Lebensjahres zwar vollständig entwickelt, jedoch ist er noch nicht so belastbar wie bei einem Erwachsenen. Erfahrungen zeigen, dass stark blähende Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Linsen oder Gemüse) oder Zwiebeln die Verdauung beeinträchtigen. Dadurch kann es zu Bauchschmerzen kommen. Ebenso schwer verdaulich sind sehr fettige und geröstete Speisen, die daher gemieden werden sollten.

Schon gewusst…?

Junge fluestert Maedchen etwas zu

Die Gemüseerbse ist nicht stark blähend. Sie wird meist gut vertragen und wird auch bereits von Kleinkindern geliebt. Blumenkohl und Brokkoli sind keine „Kohlsorten“, sondern gehören zu den sogenannten „Blütenständen“.  Dies ist der Grund dafür, dass sie nicht stark blähend sind und von Kleinkindern ohne Probleme gegessen werden können.

Harte und kleinstückige Lebensmittel meiden

Wenn erst die Backenzähne da sind, verbessert sich die Fähigkeit zu kauen erheblich. In der Zeit davor kann das Kauen für das Kind schwierig sein, vor allem bei harten Lebensmitteln (wie rohe Karotte oder Gurke) oder bei Lebensmitteln mit einer harten Schale oder Haut (wie Paprika, Tomate oder Erbse). Solche Lebensmittel sollten dann kleingeschnitten oder zerdrückt werden. Besondere Vorsicht ist bei kleinen, harten Lebensmitteln wie Heidel- oder Johannisbeeren, Trauben, Rosinen, ganze Nüsse geboten. An diesen können sich kleine Kinder leicht verschlucken.

Nächste Woche erfahrt ihr hier mehr zur gesunden Ernährung von klein auf und dann alles rund um das Thema Getränke.