Die Ernährungspyramide für Kinder

Ausgewogene Ernährung bedeutet eine bunt zusammengestellte Kost, welche die Basis für Wachstum, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und spätere Gesundheit im Erwachsenenalter bildet. Da kein Lebensmittel alle lebensnotwendigen Nährstoffe enthält, sollte der Speiseplan die große Vielfalt des Lebensmittelangebotes abbilden.

Um euch bei einer ausgewogenen Speiseplanung zu unterstützen, erklären wir euch in diesem Beitrag die Basis der Ernährungspyramide.

Gesunde Ernährung für Kinder - Was heißt das?

Kinder haben aufgrund ihres schnellen Wachstums einen hohen Energiebedarf. Eine gute Orientierung, wie die Speiseplanung für Kinder aussehen kann, bieten folgende Grundsätze:
Reichlich: energiefreie und -arme Getränke sowie pflanzliche Lebensmittel
Mäßig: tierische Lebensmittel
Sparsam:
Fette und Öle, fettreiche Snacks, Süßigkeiten

Zudem kann man sich an der Ernährungspyramide orientieren: diese „liest“ sich von unten nach oben. Alles was unten die Basis bildet, darf viel und gerne gegessen werden. Der darauf aufbauende mittlere Teil sollte nur einige Male pro Woche auf dem Speiseplan stehen und die Spitze der Pyramide sollte nur sehr sparsam verzehrt werden.

Wieviel sollen Kinder pro Tag trinken?

Die Basis der Ernährungspyramide bilden vor allem Getränke.
Kinder zwischen einem und sechs Jahren benötigen pro Tag ca. 800 bis 1000ml Flüssigkeit. Kinder sollten viel trinken, möglichst über den Tag verteilt. Regelmäßiges Trinken sollte als völlig selbstverständlich wahrgenommen werden.
Morgens müssen Kinder die Flüssigkeitsverluste der Nacht ausgleichen. Auch in der Kindertagesstätte sollten die Kinder die Gelegenheit haben, immer etwas zu trinken. Gerade beim Toben oder Sport treiben können Kinder viel Wasser verlieren.

Die Ernährungspyramdie
Die Ernährungspyramide

Welche Getränke eignen sich für Kinder?

Vor allem eignen sich Wasser, ungesüßte Tees oder dünn gemischte Fruchschorlen im Verhältnis 90% Wasser und 10% Saft.
Fruchtsaft enthält zwar keinen zugesetzten Zucker, dafür aber viel fruchteigenen Zucker, der ebenfalls Kalorien liefert.

Verschiedene Getränke
Wasser und ungesüßte Tees sollten viel getrunken werden

Beim Verzehr von Obst fällt der Fruchtzucker kaum ins Gewicht, denn in der Regel isst man eine Hand voll Obst und nimmt dadurch nur eine moderate Menge Fruchtzucker auf. Die enthaltenen Ballaststoffe und Fasern im Stückobst sorgen außerdem dafür, dass der Blutzucker nur mäßig ansteigt. Beim regelmäßigen Konsum von Säften hingegen nimmt man sehr viel Fruchtzucker auf, denn in einem Liter Orangensaft stecken 20 Orangen. Einen Liter Saft kann man schnell trinken, aber wer schafft es schon, 20 Orangen am Tag zu essen?

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ernährungspyramide sind Gemüse und Obst. Beides enthält viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Inhaltsstoffe, denen verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag, verteilt auf drei Portionen Gemüse/Salat und zwei Portionen Obst.

Eine Portion entspricht ca. einer Hand voll (bei groß & klein). Um Kindern das Gemüse schmackhaft zu machen, sollten verschiedene Gemüsesorten angeboten werden. So können die Kinder auswählen und Sie können gelassen bleiben, wenn phasenweise nur wenige Arten gegessen werden.
Übrigens: „Fingerfood“ mit Rohkost ist häufig beliebter als gegartes Gemüse. Sollte Gemüse gerade nicht gern gegessen werden, hilft es oft die Kleinen beim Schneiden mithelfen zu lassen – selbst Zubereitetes wird nämlich lieber gegessen als einfach Vorgesetztes.

Täglich eine Portion Getreide, Getreideprodukte oder Kartoffeln

Brot oder Getreideflocken und Beilagen wie Nudeln, Reis sowie Kartoffeln sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Mindestens die Hälfte des Getreides sollte aus Vollkornprodukten bestehen. Diese bestehen aus dem „vollem Korn“. Das heißt, dass hier auch die Randschichten des Getreidekorns mitverarbeitet werden. Produkte aus Vollkorn beinhalten dadurch mehr Nährstoffe als Produkte aus hellem Mehl. Vollkornbrot gibt es auch als fein ausgemahlenes und saftiges Brot; das wird auch von Kindern gegessen. Vollkornnudeln können an das Kind gebracht werden, indem man diese mit normalen oder bunten Nudeln mischt. Durch die bunte Mischung fallen die Vollkornnudeln gar nicht mehr auf.

Eine große Auswahl an Getreideprodukten
Eine Auswahl an Getreideprodukten

Nächste Woche erklären wir euch den mittleren Bereich und die Spitze der Ernährungspyramide.