Diese Ernährungsmythen sind wahr oder falsch

Wer von euch hat noch nie gehört, dass Schokolade angeblich glücklich machen soll? Es gibt viele Ernährungsmythen, manch eine verrückter als die andere, doch kaum vorstellbar, dass nicht alle davon falsch sind. Wir wollen euch ein paar bekannte Mythen vorstellen und auch verraten, welche davon richtig oder welche nur geflunkert sind.

Das ist reiner Unsinn

Weit verbreitet ist die Annahme, Kinder sollen zum Essen nichts trinken, da sich das negativ auf die Verdauung auswirken soll. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, da Flüssigkeit die Verdauung sogar eher fördert. Außerdem könnt ihr so besser kontrollieren, ob eure Kinder genug trinken. Apropos trinken – vielleicht habt ihr eurem Kind auch schon mal eine warme Milch mit Honig gemacht, falls es nicht gut Einschlafen kann. Dafür gibt es bisher jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg. So hat Milch mit Honig vermutlich eher einen psychologischen Effekt.

Ein weiterer Mythos ist außerdem, dass frisches Gemüse viel mehr Vitamine enthält als tiefgekühltes Gemüse und auch wesentlich gesünder ist. Wissenschaftler haben jedoch den Vitamin-C-Gehalt von frischem und tiefgefrorenem Gemüse getestet und verglichen und dabei herausgefunden, dass tiefgekühltes Gemüse sogar mehr Vitamin C enthält als frische Ware. Das kommt daher, dass durch das sofortige Blanchieren und Schockfrosten auch die Vitamine umgehend konserviert werden, wohingegen bei frischem Gemüse durch den Transport und Lagerung Vitamin C verloren geht.

Bei Durchfall gilt außerdem Cola und Salzstangen als Geheimtipp. Jedoch ist dies kontraproduktiv und kann die Symptome sogar eher noch verstärken, da Cola viel Zucker enthält und dadurch der Flüssigkeitsverlust sogar noch verstärkt wird. Auch der Verzehr von Salzstangen ist wenig hilfreich, da ihnen wichtige Salze wie Kalium und Citrate fehlen. Zudem heißt es, Mineralwasser sei gesünder als Leitungswasser. Jedoch ist auch hier das Gegenteil der Fall, da Mineralwasser häufig nicht nur teurer, sondern häufig auch schlechter als Leitungswasser ist.

Grafik zu Vitamin C

Der Klassiker der Ernährungsmythen betrifft natürlich Schokolade. Zum einen soll Schokolade glücklich machen. Es ist zwar richtig, dass Schokolade Eiweißbausteine enthält, die ein wohliges Gefühl erzeugen, jedoch ist die Konzentration davon so gering und somit kein Effekt der Glücksnahrung wissenschaftlich nachweisbar. Was jedoch vermutlich viele Kinder bzw. Jugendliche freuen wird, ist, dass Schokolade nicht der Grund für Pickel ist. So sind verstopfte Hautporen und eine überschüssige Talgproduktion schuld an Pickeln und nicht die Schokolade. Zum anderen heißt es, Schokolade sei prinzipiell ungesund. Da stimmt natürlich, wenn man Zuviel davon ist. Jedoch haben auch hier Studien gezeigt, dass vor allem die in dunkler Schokolade enthaltenen Polyphenole eine blutdrucksenkende Wirkung haben und Gefäße erweitern können. Als Richtwert gelten hier vier Stücke der dunklen Schokolade am Tag.

Manche Ernährungsmythen sind nicht bloß erfunden

Auch wenn Milch nicht dazu beiträgt, besser einschlafen zu können, so ist sie dennoch wichtig für unsere Knochen, da diese zu einem wesentlichen Teil aus Calcium bestehen. Da das Knochenwachstum erst mit dem 30. Lebensjahr abgeschlossen ist, ist es wichtig, ihnen bis zu diesem Zeitpunkt genügen Calcium zuzuführen, da dies die Knochendichte erhöht. Milch gilt als einer der wichtigsten Calciumlieferanten und ist daher nachweislich gut für unser Knochengerüst.

Darüber hinaus ist es durchaus richtig, dass zu viel Salz ungesund ist. So kann ein zu starker Salzkonsum Bluthochdruck auslösen. Die DGE nennt für einen angemessenen Konsum sechs Gramm Salz pro Tag für Jugendliche und Erwachsene als Richtwert. Auch Süßstoff ist insbesondere für Kinder ungesund. Sie regen zudem den Appetit an, denn obwohl sie kaum Kalorien enthalten, führt das ausgelöste Hungergefühl dazu, dass Kinder meist mehr essen und dadurch schneller zunehmen.

Gemüse

Wahr ist außerdem, dass durch das Kochen von Gemüse wertvolle Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine, insbesondere Vitamin C, verloren gehen. Daher gilt: je weniger Wasser ihr bei der Zubereitung verwendet, umso weniger Vitamine und Mineralstoffe werden zerstört. Eine Alternative zum Kochen ist das Dämpfen von Gemüse. Eine Ausnahme hiervon bilden Karotten, da sich das darin enthaltene gesunde Betacarotin erst durch das Kochen von den Pflanzenzellen löst.

Karotten sind ebenfalls Teil eines weit verbreiteten Ernährungsmythos, da diese angeblich gut für die Augen sind. Dies ist richtig, denn Karotten enthalten viel Betacarotin, das die Hornhaut schützt und das Sehen im Dunkeln ermöglicht. Jedoch gibt es viele anderen Gemüsesorten, die die Augen durchaus noch besser schützen. So sind besonders Grünkohl, Brokkoli und Spinat noch besser für die Augen als Karotten.

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